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Über Claudia

Being love

1927 - 1970

Meine Großmutter hatte einen Traum

Ich kam am 30. September 1965 in Jugenheim-Darmstadt, Hessen, einem wunderschönen deutschen Weingebiet, zur Welt. Mein Vater, Rolf Ruthenberg, promovierte gerade als Wirtschaftsingenieur an der Uni Darmstadt, als er meine Mutter, Karin Baetz, kennenlernte. Bis heute erzählt er immer wieder gern die Geschichte ihres ersten Treffens und wie es gleich bei ihrem Anblick um ihn geschehen war. (Das kann sie bis heute ;-). Meine Mutter ist noch mit 80 Jahren eine wunderschöne und mutige Lebenskünstlerin. Und ich glaube,  von ihr stammt mein unerschütterliches Vertrauen in die Liebe und die Existenz.

Verliebt, verlobt, verheiratet. Und schon war ich da. Seitdem ist unsere Familie gewachsen. Scheidungen, Umzüge und Hochzeiten wechselten sich ab. Heute habe ich zwei Väter, 6 Schwestern und 1 Bruder. Und alles, was sich einst getrennt hatte, fand wieder zusammen. Oft auf überraschende Art und Weise.

Hier feiere ich mein erstes Weihnachtsfest.

Als Kind verbrachte ich viel Zeit bei meinen Großeltern, Eleonore (Lore) und Kurt Baetz, in Bonn. Und das Rheinland blieb meine Heimat bis zu meinem Abitur 1985. Danach zog ich in die Welt.

Hier seht ihr meine Großmutter mütterlicherseits, Eleonore Freudenberg, 1927 auf einer Skitour am Arlberg. Aus ihrer Ahnenreihe stammt das italienische Blut in meinen Adern. Sie war auch eine begeisterte Seglerin und Paddlerin und viel mehr am Sport interessiert als am Heiraten. Mein Großvater musste lange werben, um sie für sich zu gewinnen. Und sie hatte einen Traum von einer Farm in Afrika. Doch mein Großvater, Kurt Baetz, ein Jurist und Direktor der STRABAG baute ihr ein Haus im Rheinland. Als ihre 4 Töchter und 10 Enkelkinder aus dem Gröbsten raus waren, reisten sie im Alter von 70 Jahren zusammen für einige Wochen nach Afrika.

42 Jahre später führte mich das Leben ganz überraschend auch auf den afrikanischen Kontinent und verband mich wieder mit einem längst verlorenen Teil meiner Ahnen- und Seelengeschichte. Auch meine Leidenschaft für’s Wasser, Wandern und Paddeln und mein eher italienisches als deutsches Temperament hab ich wohl von meiner Großmutter Lore. Davon später mehr …

1970-1990

Warum ich keine Kinderärztin geworden bin

Als ich drei war, trennten sich meine Eltern und mein Vater verschwand damit für viele Jahre von meiner Bildfläche. Ein Jahr später hatten meine Mutter und meine Schwester einen Autounfall, der beide fast das Leben kostete. Und was für mich zunächst so aussah, als hätte ich gar keine Familie mehr, wurde der Beginn eines neuen Familienlebens. Denn meine Mutter verlieb sich in den begabten jungen Arzt, der ihr das Leben rettete. Und mein Bruder kam zur Welt.

Geschichten von kranken und gesundenden Menschen gehörten von nun an zu meinem Alltag. Während meiner Schulferien arbeitete ich regelmässig in der Inneren Abteilung unseres örtlichen Krankenhauses, las Patienten vor, kaufte für sie Zeitungen, transportierte Thermometer und Pinkelpötte und begleitete eine alte Dame beim Sterben. Ihr Gesichtsausdruck war wunderschön als sie ging. Ich liebte das Strahlen der Menschen, wenn ich ihnen helfen konnte, und lange Zeit wollte ich Kinderärztin werden. Doch mein Weg verlief anders.

Nach dem Abitur lernte ich Sprachen und ging ins Ausland. Die Erfahrung als Projektassistentin in einem internationalen Forschungsinstitut, dem IIASA, in Wien brachte mich zum ersten Mal in Berührung mit Osteuropa und entzündete in mir ein Feuer für Russland, seine Sprache, seine Kultur und die Tiefen seiner Seele, das mich bis heute nicht verlassen hat.

1990 - 1994

Ich wollte es Immer genau wissen

Ich hatte immer geahnt, dass eine Mauer durch ein ganzes Land auf Dauer keinen Bestand haben würde. Und ich fühlte mich bestätigt, als 1989 die Berliner Mauer fiel. Es war inzwischen klar, dass ich BWL studieren wollte, um anschließend auf irgendeine intelligente Weise bei den Wirtschaftsreformen in Russland mitzuwirken. Berlin erschien mir ohne Mauer als der perfekte Ort dafür. Diese Stadt zwischen den Welten, die sich gerade neu erfand, war für mich so aufregend! Und natürlich hab‘ ich nicht 24/7 studiert …

Ich wählte die Berlin School of Economics and Law und als Studienschwerpunkt das Thema Finanzierung & Investition, denn ich wollte das Wesen der Mathematik und unseres Finanzsystems verstehen. Am Ende hatte ich mehr Fragen als Antworten. Aber es war ein Einstieg.

Meine Diplomarbeit schrieb ich über Privatisierung in Moskau. Meine Recherchen dazu machte ich 4 Monate lang direkt in Russland. Ich hatte parallel zum Studium sowohl bei der DGM – Deutschen Gesellschaft für Mittelstandsberatung als auch bei der OstWestWirtschaftsakademie (OWWA) in Berlin gearbeitet. Und beide Arbeitgeber halfen mir dabei, die richtigen Ansprechpartner in und um die Moskauer Stadtregierung für meine Interviews zu finden. Es war eine immens spannende Zeit für mich. Außerdem lernte ich meinen zukünftigen Mann Vladimir kennen. Und so beschloss ich nach Abschluss meines Diploms nach Moskau zurückzukehren.

Im selben Jahr kehrte mein leiblicher Vater zurück in mein Leben zusammen mit 5 kleinen Halbschwestern, die mein Herz im Sturm eroberten.

1994 - 2001

In between Stories - Russland

Gleich nach Beendigung meines Studiums zog ich nach Moskau, nahm 6 Wochen lang 5 Tage die Woche full-time privaten Russischunterricht und verliebte mich immer mehr in dieses Land, seine Sprache und natürlich in Vladimir Shkatov.

Zeitgleich kam die Gelegenheit zu mir, für die belgische Personalberatung EMDS, die damals weltweit Managing Partner suchte, eine Tochtergesellschaft in Moskau zu eröffnen. Und ich griff zu.

Es war eine Zeit zwischen den Geschichten. Die sowjetische Vergangenheit war noch überall spürbar und sichtbar. Gleichzeitig war nichts mehr wie vorher. Eine neue Zeit hatte begonnen. Und niemand wusste, wie es ging. Für mich war es eine reiche und erfüllte Zeit.

Russland und seine Menschen zeigten sich mir privat wie beruflich großzügig, gastfreundlich, berührbar, intelligent, feinsinnig und besonders herzlich. Mein Unternehmen und meine Familie wuchsen und gediehen. Und selbst die große Finanzkrise 1998 überstanden wir mit wenigen Kratzern. Ich hatte einfach keine Angst.

Das Bild, das die Medien zeichnen, gibt immer nur Ausschnitte der Realität wieder. Ich lebte in diesem riesigen, wilden und kraftvollen Land ohne und mit Familie ausnahmslos sicher und geborgen. Und ich lernte, mich von vielen überflüssigen Klischees und engen Sichtweisen zu verabschieden. Auch von der Vorstellung, unsere westliche Sicht auf das Leben sei die ‚richtigere‘.

Hier seht Ihr einen der 7 Stalin skyscraper in Moskau, genannt die ‚7 Schwestern‘. Dieser ist ein Wohngebäudekomplex auf der Tanganka im Zentrum von Moskau, wo ich auch eine Weile wohnte.

Bis heute hüpft mein Herz, wenn ich Russisch höre, im Flieger kurz vor der Landung über Moskau kreise oder endlich wieder in ein russisches Taxi steigen darf.

1997, 2000, 2003

Becoming a Mother

1997 heirateten wir und unser erster Sohn wurde geboren. Ich war rundum glücklich und strotzte vor Energie, Kreativität und Tatendrang. Es war eine große Zeit der Entwicklung privat und beruflich. Und es war ein Glück für mich, alles so leicht mit einander verbunden zu erleben.

1

Es folgten unsere beiden jüngeren Söhne 2000 und 2003. Alle meine Schwangerschaften schenkten mir ein Gefühl der tiefen Verbundenheit und des Einsseins mit mir und den kleinen wachsenden Wesen in mir. Und sie lehrten mich Geduld, Rhythmus und Flow.

Als meine Kinder auf der Welt waren, lehrten sie mich zu allererst Eines: Delegieren. Bis heute gehören sie zu meinen großen Lehrmeistern. Mit ihnen darf ich im Körper einer Frau und als Älteste von 7 Schwestern gleich mehrfach erfahren, wie sich kleine Jungs und heranwachsende junge Männer in sich und in der Welt fühlen, was sie schmerzt und was sie freut und wie sie auf die Welt blicken. Was für ein Geschenk!

Mein Muttersein veränderte nicht nur meinen Körper und meine Gedanken und Handlungsweisen. Es öffnete auch mein Herz und lehrte mich bedingungslos zu lieben. Und es machte mich zum ersten Mal im Leben wirklich verletzlich. Nach der Geburt unseres zweiten Sohnes spürte ich einen unstillbare Sehnsucht nach Deutschland mit seinen Fahrradwegen, Bioläden und der guten Luft. Und so kehrten wir als Familie zurück. Unser dritter Sohn kam in Berlin zur Welt.

1994 - 2006

Navigating the Corporate Sector

Ich lud meine russische Freundin Natalia Franzusova ein, mit der ich zu Studienzeiten ein Winter-Hilfsprojekt für unsere Partneruniversität in St. Petersburg organisiert hatte, mit mir als meine Partnerin EMDS Russland zu gründen. Sie nahm ohne zu zögern an.

Wir starteten mit einem Faxgerät und einem Telefon, auf dem Boden sitzend in unserem Büroraum zur Untermiete bei der Firma Aengevelt im Zentrum von Moskau. Unsere Klienten waren zu 90% Multinationals. Sie nutzten die Gunst der Stunde und eröffneten Vertretungen, Joint Ventures und russische Tochtergesellschaften im größten Land der Welt, das sich plötzlich öffnete. Alle waren sie da, Amerikaner, Europäer, Asiaten.

Die Welt kam nach Russland. Und ich gründete das erste Human Resources Committee des European Business Club, der damaligen Lobbying Organisation der europäischen Geschäftsgemeinde in Moskau. Als wir 7 Jahre später nach Berlin zurückzogen, übergab ich EMDS und den Vorsitz im HR Committee an meinen Nachfolger. Und bis heute trägt meine Arbeit von damals immer wieder neue Früchte. Ein schönes Gefühl.

Hier seht Ihr einen Teil unseres EMDS Teams nach unserem ersten großen eigenen Recruiting Event in Moscow. Nie versäumten wir es unsere Erfolge zu feiern.

In Berlin stieg ich nahtlos als Personalmanagerin ins Führungsteam einer Einheit des damaligen debis Systemhauses ein. Kurz darauf übernahm die Telekom, und wir wurden zur T-Systems. Ich kannte mich noch nicht aus im deutschen Personalrecht und Betriebsräte waren mir zunächst nicht geheuer.

Ich glaube, mein damaliger Chef stellte mich hauptsächlich ein, weil ich ein wirklich mutiger Mensch bin. Und die Veränderungen, die anstanden, waren riesig. Ich liebte meinen Job. Und doch brannte ich schließlich aus zwischen Management-Meetings, Liebesleben, Kindergarten-Gründung und Gute-Nacht-Geschichten erfinden.

Nach meiner dritten Geburt, nahm ich zum ersten Mal eine explizite Elternzeit von 2 Jahren. Anschließend kehrte ich zurück in einer neuen Funktion als Change & Communication Manager und begleitete über weitere zwei Jahre aktiv die immer neuen und großen Veränderungen, die sich in unserem Unternehmen vollzogen.

Dann stieg ich aus. Mein Puls raste von zuviel Kaffee. Und mein Herz tat weh. Mein System machte den Spagat zwischen dem, was mein Inneres flüsterte und dem, was mein Außen lautstark vorgab, nicht mehr mit.

2002

Tango

Im Jahr 2002 begleitete ich meinen Mann auf eine Geschäftsreise nach Österreich. Wir hatten damals zwei kleine Jungs und arbeiteten beide fulltime in Managementjobs. Und wir nutzten jede Möglichkeit, Zeit zusammen zu verbringen.

An einem Abend fand in unserem Hotel ein Tango Event statt. Jemand gab Unterricht. Und wir beide schauten zu. Die Musik, die Freiheit der Improvisation, die Leidenschaft und Nähe zwischen den Paaren liess uns seitdem nicht mehr los. Wir kehrten zurück nach Berlin und buchten unseren ersten argentinischen Tangokurs.

Seitdem ist Tango Teil unseres Lebens. Er lehrt mich und führt mich und ist mir ein ehrlicher Spiegel für meine Achse, meine Authentizität, meine Beziehungs- und Kommunikationsmuster, meine Art in Verbindung und in Beziehung sein zu können. Mit mir selbst und mit einem anderen Menschen.

2006-2010

Mein eigenes Business

Schon während meiner Jahre in Russland war ich überzeugt davon, dass es eine bessere Art geben musste, in deutsch-russischen Partnerschaften zusammenzuarbeiten. Wir müssen uns weder gegenseitig erschießen noch uns in zeit- und energieraubenden kleinen und größeren Dramen verstricken.

So gründete ich Bizzbow und half russischen und deutschen Mittelständlern geeignete Partner ihrer Branche im jeweilig anderen Land und einen erfolgreichen Einstieg in die Zusammenarbeit zu finden.

Es war eine kreative und befriedigende Zeit. Andererseits litt mein Familienleben. Ich war sehr viel auf Reisen. Ich hatte alles und ruhte doch selten in mir. Und nach einer Weile begriff ich, dass ich etwas Grundsätzliches ändern wollte. Ich wusste nur noch nicht, was.

2010 - 2020

Big Times of Inner Science

Die Veränderung kam in Form eines Zeitungsartikels. Ich las ein Interview mit zwei Berliner Theta Healerinnen und erfuhr von einer Welt außerhalb unseres Verstandes und unserer Körper, die mich faszinierte. Ich buchte meine erste Theta Healing Session. Und ich glaubte, damit sei ich angekommen. In Wahrheit ging es jetzt erst richtig los.

Wenig später machte ich selbst meinen Theta Healing Practitioner bei Carolin Ehlers in Berlin und anschließend auch den Master auf Koh Phangan in Thailand bei Melouka Rankin.

Ich begann Sessions unter Freunden anzubieten. Und was nur als private Forschungsreise geplant war, offenbarte sich schnell als logische nächste Stufe meiner eigenen Entwicklung und meiner Arbeit mit Menschen. Ich hatte mich schon seit Jahren mit Psychologie und auch immer mehr mit Spiritualität beschäftigt, mich in NLP, The Work von Byron Katie und Gewaltfreier Kommunikation nach Marshall Rosenberg ausgebildet und damit begonnen, mein Innenleben zu erkunden. Doch was ich jetzt erfuhr, ging weit darüber hinaus.

Ich folgte meinem Herzen, schloss mein Beratungsbusiness, kündigte mein Zeitungsabo, gab das Kaffeetrinken auf und widmete mich voll und ganz der Erforschung der menschlichen Psyche und Seele, unserer Beziehungs- und Kommunikationsmuster und unseres menschlichen Bewusst- und Unbewusstseins auf immer tieferen Ebenen. Parallel entwickelte sich meine Healing- und Coachingpraxis. Und ich verbrachte nun wieder viel mehr Zeit zuhause und mit meiner Familie.

Wichtige Lehrer im Laufe dieser Jahre waren für mich Eva-Maria & Wolfram Zurhorst, Chameli & Arjuna Ardagh,  Amanda & Krish Trobe, Diana & Michael Richardson, Lency & Chuck Spezzano, Kathlyn & Gay Hendricks, Andrea & Veit Lindau, Thich Nath Han, Marshall Rosenberg, Osho, Marianne Williamson, Vianna Stibal, Teal Swan, Don Hanson, Scilla Elworthy, Michael Singer,  Neil Donald Walsh, Barry Long, Matt Kahn, Ron Smothermon, Adyashanti, Jim Dethmer & Diana Chapman, Abraham (Esther) Hicks, Anthony Robbins, immer wieder Byron Katie und Eckhart Tolle – und last but not least der Magier der Liebe David Deida.

In dieser Zeit entdeckte ich meine alte Leidenschaft für’s Schreiben wieder und wurde regelmässige Autorin der Newslichter und anderer Magazine.

2016

Nowhere to go - but in!

Irgendwann Anfang 2016 saß ich mit meiner Freundin Hanna v. Glasenapp in ihrem Garten in Chorin. Sie war gerade von einem Retreat am Chiemsee zurückgekehrt. Und ihre enorme Präsenz holte mich so sehr in den Moment, dass unser Gespräch eines der offensten und berührenden war, seit wir uns kennen. Mir wurde klar, dass ich den gleichen Retreat machen würde.

Ich bewarb mich, und Anfang Mai 2016  ging ich den Path of Love zusammen mit seinen Gründern, Turiya Hanover und Rafia Morgan. Er gilt als einer der intensivsten und lebensveränderndsten Prozesse der heutigen Welt. Und für mich war er genau das. Ich begann daraufhin Schritt für Schritt das in den Körper zu bringen, was ich über die Jahre an psychologischen und spirituellen Erfahrungen und Wissen zusammengetragen hatte. Und ich schloss zur Integration wenig später noch den 4-tägigen Walking the Path Retreat an.

Es begann für mich eine tiefe und intensive Auseinandersetzung mit Emotionen und dem Fluss von Energien im menschlichen Körper. 2018 gründete ich zusammen mit der Berliner Musikerin und Sängerin Annette Wizisla den Conscious Sounding Club, in dem wir mit anderen Menschen unsere inneren Räume und Energiebewegungen mithilfe unsere Stimmen durch intuitives Tönen und improvisiertes Singen erforschen und wandeln.

Turiya und Rafia gehören seitdem zu meinen wichtigsten Lehrern. Anfang 2019 entschied ich mich daher eine einjährige Ausbildung zum Holistic Counselor – Working With People – bei ihnen zu absolvieren, in der sie eine einmalige Kombination moderner Prinzipien humanistischer Psychologie und spirituellen Wissens westlicher und östlicher Traditionen sowie die gesammelte Erfahrung und Weisheit ihres bisherigen Lebens teilen.

Bei einem unserer Module irgendwo in Wales sagte Rafia einmal, wir hätten gar keine Ahnung, was wir hier tatsächlich machten. Heute weiss ich, was er meinte. Wir 40 Männer und Frauen aus der ganzen Welt waren dabei, eine neue Geschichte zu schreiben. Und sie schreibt sich nun mit jedem von uns wie von selbst fort.

2019

Soul Quest in Afrika

Kurz vor meinem ersten Ausbildungsmodul in Working With People unternahm ich im März 2019 eine Vision Quest in die südafrikanische Wildnis. Zusammen mit 10 anderen Frauen machte ich mich auf in die Halbwüste Great Karoo am Westkap. Als ich diese Reise buchte, hatte ich keine Ahnung, warum ich es tat. Ich wusste nur, dass ich keine Wahl hatte und dass es dort etwas Wesentliches für mich und mein weiteres Leben zu entdecken gab. Und so war es.

Als ich meine Füsse zum ersten Mal auf afrikanischen Boden setzte, hatte ich gleich ein Gefühl von Heimat. Und in der Wildnis machte ich unter dem sternenschwangeren Nachthimmel der Karoo Wüste eine zutiefst bewegende Erfahrung von Einssein mit allem was ist, die bis heute in mir lebt.

Nach meiner Rückkehr erfuhr ich, dass ich direkte Ahnenverbindungen nach Afrika habe.  Eine meiner Urgroßmütter wurde in Kapstadt geboren. Eine meiner Urgroßtanten heiratete kurz vor dem zweiten Weltkrieg in Hamburg den Sohn eines afrikanischen Diplomaten. Und es war klar, dass ich die einzigartige Erfahrung der Vision Quest in der Great Karoo an andere Menschen weitergeben würde. Es entstanden meine Soul Quest Retreats.

Seitdem bin ich die Soul Quest noch 2x gegangen, zuletzt im März 2020. Wir kehrten aus der Wildnis zurück, als der lock-down begann. Jetzt planen wir das nächste Soul Quest Retreat für November 2021.

Und Afrika sitzt mit seiner Magie und Weisheit inzwischen auch hier zuhause in Berlin jeden Tag mit mir auf meinem roten Lieblingssofa.

Ich fand meine Heimat und die Liebe in mir, meine Stimme, meinen Rhythmus, ich weiss, woher ich komme und warum ich hier bin. Mein erstes Commitment gilt immer dieser inneren Mitte, die mich mit allem was zählt, verbindet. Und was ich selbst gelernt und gefunden habe und immer noch weiter lerne und finde, teile ich von Herzen mit Dir.

2021

Mentorin einer Neuen Zeit

Ich stelle mir vor, 120 Jahre alt zu werden und in einem Schaukelstuhl an meinen letzten Geburtstag fröhlich feiernd im Kreis meiner Familie und meiner liebsten Freunde diesen Körper sanft zu verlassen.

Bis dahin gibt es viel zu tun. Und vor allem zu sein.

Ich weiss, ich bin eine Mentorin einer Neuen Zeit. Und ich bin hier um eine neue Geschichte zu erzählen. Für mich und gemeinsam mit vielen von Euch für uns alle. Ich weiss, dass wir das können. Und ich weiss, dass wir herausfinden, wie das geht. In unseren Familien. In unseren Unternehmen. In unseren Führungsetagen und darüber hinaus auf allen gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Ebenen.

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